Nach der Oktoberrevolution fegte ein Bildersturm über Russland. Die Symbole und Zeichen der alten Welt wurden niedergerissen, zerstört und verbrannt. Die aufgehende Sonne der Freiheit versprach die Ankunft der neuen Welt. Aber der Übergang von der düsteren Vergangenheit zur lichten Zukunft gestaltete sich zäh. Der revolutionäre Schwung blieb in den Niederungen des Alltags stecken. Der Bildersturm, die Verneinung der alten Welt, musste deshalb immer wieder aufs Neue vollzogen und in Szene gesetzt werden. Die Bildwelten des ersten Fünfjahrplans suggerierten, dass die letzte Schlacht gegen das Alte siegreich geschlagen werde. Anschließend blieb die Zeit stehen. Die Bilder erstarrten in der illusionären Welt des sozialistischen Realismus.

Die Materialsammlung für das Projekt und die Abfassung eines Artikels erfolgen im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Ausstellung „Clash of Futures. Mythen der Nationen. 1914-1945“, die im März 2018 im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden eröffnet werden wird.


Der Beitrag zur Geschichtspolitik der Sowjetunion wird im Katalog zur Ausstellung "Clash of Futures. Mythen der Nationen. 1914-1945" erscheinen, der von Monika Flacke herausgegeben wird.

In Kürze werden sich an dieser Stelle Informationen und weiterführende Links zur Ausstellung "Clash of Futures. Mythen der Nationen. 1914-1945" finden lassen.